Der Kinderarzt Professor Michael Hermanussen hält die chronische Aufnahme hoher Glutamatmengen für einen wesentlichen Grund des Übergewichtsproblems. Um seine Theorie zu testen, verabreichte er Glutamat an schwangeren Ratten und fand, dass der Geschmacksverstärker das Geburtsgewicht des Nachwuchses senkte, die Bildung des Wachstumshormons störte, die Fressgier steigerte und zu Übergewicht und Kleinwüchsigkeit führte. Auch stark übergewichtige Menschen fallen häufig durch eine kleine Statur auf.
„Schließlich verabreichte Professor Hermanussen fünf gesunden aber deutlich übergewichtigen Frauen ein Medikament, das in der Lage ist, die schädliche Wirkung von Glutamat im Gehirn zu unterbinden. Es ist zur Behandlung der Alzheimer-Demenz zugelassen. Die Frauen sollten keine spezielle Diät einhalten, sondern nach Appetit essen. Binnen Stunden bemerkten sie, dass ihre Essgelüste nachließen und die störenden nächtlichen Essattacken ausblieben. Binnen Tagen sank auch ihr Gewicht, quasi nebenbei.“
(Ulrike Gonder, Saarbrücker Zeitung Nr. 297 vom 22. Dez. 2005)
Siehe auch:
Die Glutamatstory

















