Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen hungern weltweit 840 Mio. Menschen weltweit.
Täglich sterben täglich 24.000 Menschen (davon 18.000 Kinder unter 5 Jahren) an chronischer Unterernährung.
Eine Stadt wie München mit ihren 1,19 Mio. Einwohnern wäre nach dieser Rechnung in fast 50 Tagen ausgestorben; Berlin in kaum 5 Monaten.
Die Zahlen erschrecken umso mehr, wenn man bedenkt, dass nahezu 50% der Weltgetreide-Ernte und mehr als 90 % aller angebauten Sojabohnen an Schlachtvieh verfüttert wird.
Ein verminderter Konsum tierischer Produkte könnte den Welthunger drastisch senken!
Essen Wohlhabenden mehr Fleisch, geht es den Armen oft schlechter, denn Äcker, auf denen Futtergetreide angebaut wird, stehen für die Erzeugung der Grundnahrungsmittel nicht mehr zur Verfügung.
Aufs Jahr gerechnet verbrauchen die Menschen in den USA 112 kg Fleisch pro Kopf und stehen damit weltweit an erster Stelle. In Indien, das an letzter Stelle des Pro-Kopf-Welt-Fleischverbrauches rangiert, sind es dagegen nur 2 kg (Basis 1990).
Deutschland liegt weltweit an sechster Stelle mit jährlich 89 Kilogramm pro Kopf.
Rein rechnerisch könnte der Hunger in der ganzen Welt beseitigt werden, wenn in den industrialisierten Ländern der Fleischkonsum um 10 % gesenkt würde. Dieses Ergebnis ermittelten die deutschen Ernährungswissenschaftler Koerber-Kretschmer bei ihrer Arbeit über einen zukunftsfähigen Ernährungsstil.
Der Verzicht auf den jährlichen Import von 55 Millionen Tonnen Futtermittel in der EU allein würde ausreichen, um 600 Millionen Hungernden eine ausreichende Zusatzernährung zukommen zu lassen. Die Kräfte des freien Marktes lassen dies aber nicht zu, weil die „Kaufkraft“ der Futtertröge von Huhn, Schwein und Rind bei uns größer ist als die der Hungernden.
Die sogenannte „Veredelung“ von Lebensmitteln (Pflanzen zu Fleisch) ist Energieverschwendung! Es braucht 7 kcal pflanzliche Futtermittel um 1 kcal tierische Lebensmittel zu erzeugen! Dabei gehen 65 – 90 % der Nahrungsenergie aus den Futterpflanzen als. sog. „Veredelungsverluste“ verloren. Zudem könnten auf einem Hektar Land ca. 15.000 - 50.000 kg Kartoffeln statt nur 185 Kilogramm Rindfleisch "produziert" werden.
Das Problem des Welthungers ist also keine Folge mangelnder Lebensmittel.
Aufgrund der immensen Fleischnachfrage verbrauchen die Industriestaaten mit einem Viertel der Weltbevölkerung drei Viertel der gesamten Agrarproduktion. Die Folge: 800 Millionen hungernde Menschen stehen 1,2 Milliarden Übergewichtigen gegenüber!
Tiere haben wir zum Fressen gern - mit fatalen globalen Folgen und unzähligen schmerzlichen Einzelschicksalen der Tiere.
Zitat:
Tiere sind meine Freunde und ich esse meine Freunde nicht.
Georg Bernhard Shaw
(1856 - 1950)
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