Würden die Folgekosten für konventionell erzeugte Lebensmittel in den Preis eingerechnet werden, wären sie heute schon massiv teurer als Lebensmittel aus Friedfertigem Landbau.
Die Frage ist also, warum konventionelle Lebensmittel so billig sein können?
Die intensive Landwirtschaft der heutigen Agrarindustrie ist weltweit die größte Umweltbelastung. Der Ökologe Dr. G. Borgström errechnete, dass durch die Fleischproduktion zehnmal mehr Verschmutzungen verursacht werden als durch Privathaushalte und dreimal mehr als durch Industrie. Böden und Gewässer werden beim Futtermittelanbau und durch riesige Mengen anfallender Gülle vergiftet bzw. überdüngt.
Die Frage nach dem Preis ist die Frage nach der Wertigkeit. Die deutschen Bürger geben für Lebensmittel ca. 10% ihres Haushaltsbudgets aus. Das ist europäischer Tiefstand! 1962 waren es noch 37%!
Ein weiteres Beispiel: Für 1 kg Weizen erhält der Bauer heute nur mehr 5% vom Brotpreis, 1950 noch über 60%!
Der Zwang zu immer billigeren Lebensmitteln ist der Nährboden für Lebensmittelskandale, von denen wir heutzutage genügend abbekommen.
Durch bewusste Lebensmittelauswahl lassen sich Einsparungen erzielen. Das beweist eine Studie der Universität Stuttgart-Hohenheim und eine Untersuchung am Öko-Institut in Freiburg.
Danach hat sich ergeben, dass »Bio-Haushaltungen« durchschnittlich zwar 40% höhere Ausgaben für Bio-Lebensmittel haben, als sie für entsprechende konventionelle hätten. Doch Bio-Haushalte und deren offenbar bewusster lebende Bewohner treffen in der Regel eine andere Lebensmittelauswahl als “konventionelle Haushalte” (vor allem weniger Fleisch, Süßigkeiten, alkoholische Getränke, Genussmittel usw.). So lagen die Gesamtausgaben der Bio-Haushalte für Ernährung sogar unter denen der »konventionellen«.
Hochwertige und gesunde Lebensmittel sind auch reichhaltiger an vitalen Inhaltsstoffen (Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen,....) wodurch bereits ein Verzehr von geringeren Mengen zur Sättigung führt.
Giessener Konzeption
Die folgenden sieben Grundsätze einer nachhaltigen Ernährungsweise basieren auf den "Grundsätzen der Vollwert-Ernährung nach der Giessener Konzeption" (Leitzmann /Koerber) und wurden mit dem Ziel formuliert, den Ansprüchen nach gesundheitlicher, ökologischer, ökonomischer und sozialer Verträglichkeit zu genügen:
1. Überwiegend lakto-vegetabile Ernährung
2. Ökologisch erzeugte Lebensmittel
3. Regionale und saisonale Produkte
4. Gering verarbeitete Lebensmittel
5. Umweltverträglich verpackte Erzeugnisse
6. Sozialverträgliche Produkte
7. Genuss beim Essen
Ohne Konsumwende keine Agrarwende: Darum nehmen Sie teil an der sanften aber nachhaltigen Revolution:
Der Friedfertige Landbau
Ungeachtet der weltweit abgehaltenen Konferenzen über Nachhaltigkeit hat eine kleine Gruppe von Bauern aus dem Spessart begonnen, Friedfertigen Landbau zu betreiben.
Der Friedfertige Landbau achtet das Leben in seinen Formen, ob es Mineralien, Pflanzen oder Tiere sind. Die Mutter Erde dankt es uns Menschen und den nachfolgenden Generationen mit wohlschmeckenden und gesunden Früchten, mit sauberer Luft und reinem Grundwasser, mit gesundem Wald und einem intakten Ökosystem als Lebensgrundlage. Es ist ein Landbau
- ohne Nutztierhaltung
- ohne Mist und Gülle
- ohne tierische Zusätze
- ohne Pestizide, ohne Kunstdünger
- ohne Ausbeutung, da Dreifelderwirtschaft
- ohne Zerstörung der Artenvielfalt
- ohne Landraub an Drittländern
- ohne Ressourcenverschwendung
- ohne Arbeitsplatzvernichtung
- ohne Genmanipulation
- ohne ...
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