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Kartoffeln sind nicht gleich Kartoffeln
Massiver Pestizideinsatz im konventionellen Anbau
Während in den Hochanden, wo die Kartoffel herkommt, über die Jahrtausende mehr als 5000 Kartoffelsorten gezüchtet wurden, setzt die heutige konventionelle, industrialisierte Landwirtschaft auf lediglich rund ein Dutzend Hochertragssorten, die so intensiv angebaut nur gedeihen, wenn sie mit massivem Pestizideinsatz vor Krankheiten geschützt werden. Wegen der hohen Anfälligkeit der Kartoffelpflanze auf Pilzerkrankungen werden auch riesige Mengen Fungizide verspritzt. Um rationell ernten zu können, werden kurz vor der Ernte aggressive chemische Mittel zur Krautvernichtung eingesetzt, welche die Natur stark belasten. Es ist klar, dass bei diesem Anbau auch die Kartoffeln nicht frei von synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Keimhemmern sein können.
Viel Kontroll- und Handarbeit im Friedfertigen Landbau
Eine ökologisch naturfreundliche Kartoffelproduktion ist für den Landwirt nicht einfach und hinter einem gesunden, natürlichen Kartoffelfeld steckt viel Kontroll- und Handarbeit und viel wirtschaftliches Risiko. Angesichts dieses erhöhten Aufwandes sind die heutigen Billigstpreise für Kartoffeln geradezu grotesk. Vergleicht man nur einmal die Ernteerträge: Die konventionelle Landwirtschaft mit hohem Kunstdünger-Einsatz erntet zwischen 50 und 60 Tonnen Kartoffeln pro Hektar, die biologische Landwirtschaft mit tierischer Düngung (u.a. Mist und Gülle, Tiermehl) zwischen 20 und 30 Tonnen pro Hektar. Der Friedfertige Landbau, der auch auf jegliche tierische Dünger verzichtet, dafür jedes dritte Jahr eine Brache einschaltet (Dreifelderwirtschaft) nur zwischen 10 – 12 Tonnen Kartoffeln pro Hektar. Letzteres ist die natürliche Ertragsmenge eines naturgesunden Bodens.
Schmecken Sie den Unterschied
Geschmacklich und gesundheitlich liegen zwischen Kartoffeln aus industrialisierter Landwirtschaft und naturfreundlicher friedfertiger Landwirtschaft geradezu Welten. Man schmeckt und spürt den Unterschied am vollen Aroma, an der festen Konsistenz, an der natürlichen gelben Farbe und vor allem auch an der Verträglichkeit. Kartoffeln aus Friedfertigem Landbau kann man mit der wertvollen Schale essen. Bekanntlich sind ja die meisten Wertstoffe immer gleich unter der Schale.



Wussten Sie, dass Kartoffeln aus gutem Anbau eine richtige Kalium- und Vitamin C-Quelle sind? Schon 200 Gramm Kartoffeln decken jeweils die Hälfte des Tagesbedarfes. Kalium hält die Zellen fit und reguliert den Wasserhaushalt des Gewebes und sorgt für eine gesunde Darmtätigkeit. Vitamin C unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte und schützt vor Infekten. Außerdem enthalten Kartoffeln noch reichlich Kupfer, Magnesium, Eisen, Vitamin B und viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Auch enthält die Kartoffel leicht verdauliche Kohlenhydrate und Eiweißarten. Kartoffeln sind gut zur Entschlackung und Entgiftung unseres Körpers und wohltuend für Magen und Darm, da sie eine Art Schutzfilm für die Schleimhäute bilden.

Mehr über den Friedfertigen Landbau (hier klicken)

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