Kalzium ist mengenmäßig der am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus. 99 Prozent des im Körper vorkommenden Kalziums befindet sich in Knochen und Zähnen. Gleichzeitig dienen die Knochen auch als Speicher für Kalzium, der im Bedarfsfall angezapft wird.
Speziell grüne Gemüse und Kräuter sind sehr gute pflanzliche Kalziumlieferanten:
| Kalzium (mg/100g) | Magnesium (mg/100g) | |
| Bärlauch | 75 | 20 |
| Bohnen (grün) | 60 | 25 |
| Broccoli | 60 | 19 |
| Endivien Salat | 55 | 10 |
| Fenchel Blatt | 110 | 50 |
| Fenchel Knolle | 40 | 12 |
| Franzosenkraut | 370 | 65 |
| Gartenkresse | 215 | 35 |
| Grünkohl | 210 | 30 |
| Kohlrabi | 65 | 45 |
| Lauch | 65 | 16 |
| Löwenzahn | 165 | 35 |
| Mangold | 105 | |
| Petersilie (Blatt) | 180 | 45 |
| Rucola | 160 | |
| Sauerkraut | 50 | 14 |
| Schnittlauch | 133 | 44 |
| Spinat | 115 | 60 |
| Vogelmiere | 150 | 45 |
| Weißkraut | 45 | 14 |
| Wirsing | 65 | 12 |
Quelle: Der kleine Souci, 3. Aufl., 2004
Weitere gute pflanzliche Kalziumquellen sind natürlich auch Trockenfrüchte (Potenzierung des Gehaltes durch das Trocknen) und allerlei Nüsse (z.B. Halsenüsse: Kalzium: 250mg, Magnesium: 155mg; Mandeln: Kalzium: 250mg, Magnesium: 170mg) und Samen (z.B. Sonnenblumenkerne: Kalzium: 100mg, Magnesium: 420mg!!!)*.
Auffallend bei allen pflanzlichen Kalziumquellen ist das recht ausgewogene Verhältnis von Kalzium und Magnesium (bei Kuhmilch für den Menschen unausgewogen: 10 : 1). Um nämlich Kalzium verwerten zu können, braucht der Körper Magnesium.
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*Zu Ihrer Info: Die iBi Brotaufstriche werden aus Sonnenblumenkernen hergestellt.
Aber Achtung!
Der Kalziumhaushalt des Menschen wird nicht nur von der täglichen Kalziumzufuhr bestimmt, sondern auch von der Fähigkeit, Kalzium aufnehmen zu können und von den Kalziumverlusten durch Urinausscheidung und Stuhl.
So ist z.B. eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D Voraussetzung für die Kalziumaufnahme im Dünndarm. Vitamin D wird mit Hilfe von Ultraviolettstrahlung in der Haut gebildet. Darum sollte man sich täglich auch genügend Zeit am Tageslicht aufhalten (zum Beispiel täglicher Spaziergang über Mittag!).
Tierisches Eiweiß fördert die Kalziumausscheidung
Nahrungsmittel mit viel tierischem Protein (Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurst, Eier, Milch, Käse...) können zu Kalziumverlusten beitragen. Bei den Abbauprozessen von konzentriertem Eiweiß (speziell von tierischem wegen dem hohen Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren) entstehen natürlicherweise viele Säuren (Gefahr der Übersäuerung des Körpers!), die unter anderem mit Kalzium neutralisiert werden müssen, um ein basisches Milieu im Körper aufrecht zu erhalten (ein zu starkes Abweichen in den sauren Bereich führt zu Krankheiten und zum Tode). Ist nicht genügend freies Kalzium im Körper da, mobilisiert der Körper das Kalzium aus den Knochen.
Der bekannte amerikanische Ernährungs-Fachmann John Robbins berichtet schon in seinem 1987 erschienenen Buch: "Diet for a New America" (deutsch: "Ernährung für ein neues Jahrtausend")** von einer Studie, bei der Frauen mit Kalziummangel zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung jeden Tag drei Viertel Liter Magermilch tranken. Das Ergebnis: nach einem Jahr musste immer noch eine negative Kalziumbilanz festgestellt werden, obwohl die Frauen durch ihren hohen Milchkonsum sehr viel Kalzium zu sich nahmen! Der Grund: durch den vermehrten Milchkonsum nahmen sie auch rund 30% mehr Eiweiß zu sich.
Auch wenn der Körper wegen einer Laktoseintoleranz keinen Milchzucker abbauen kann, findet, wenn der Mensch trotzdem Milchprodukte trinkt und isst, praktisch keine Kalziumresorption aus der Milch im Dünndarm statt!***
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* Vergleiche: www.fleisch-macht-krank.de
**John Robbins: "Ernährung für ein neues Jahrtausend", Freiburg 1995, S. 186
*** Vergleiche: www.Laktose-nein.de
Muttermilch enthält wenig Kalzium
Offensichtlich muss ein Mensch, der bei seiner Nahrungszusammenstellung auf das Säure-Basen-Gleichgewicht achtet, weniger Kalzium über die Nahrung aufnehmen als gedacht, wie z.B. die bekannte "China study" (Großstudie von Dr. T. Colin Campbell, Biochemiker und Ernährungswissenaschaftler an der Cornell Universität) belegt*. Die Chinesen nehmen (oder ganz sicher "nahmen") beispielsweise nur halb so viel Kalzium zu sich wie die Amerikaner, dafür 70 Prozent weniger Proteine aus tierischer Nahrung (und 30 Prozent weniger Proteine überhaupt auch bei Einschluss der pflanzlichen Eiweiße wie Soja). Und die Studie zeigt: Die Chinesen, die die meisten Proteine zu sich nehmen und besonders den höchsten Anteil an tierischen Proteinen, haben auch die höchste Rate an "Wohlstandskrankheiten" wie Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes. (Was tun sich die Chinesen mit dem Milch- und Fleischboom an, der aktuell in China um sich greift!?)
So versteht man auch, warum die menschliche Muttermilch so wenig Kalzium enthält (33mg/100g = viermal weniger als Kuhmilch!)**. Nie braucht ein Mensch mehr Kalzium als in der Zeit, wo er im Knochenaufbau ist, es sei denn, eine für den Körper strapaziöse Ernährung bedingt einen wesentlich höheren Bedarf!
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*T. Colin Campbell: The China Study: The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss and Long-term Health (Taschenbuch), 2006. Auch Campbell fand aufgrund der Studien heraus, dass je höher der Konsum an Milchprodukten ist, desto höher auch das Risiko, an Osteoporose zu leiden und nicht umgekehrt. Die Studie zeigt auch, dass die Probanden, welche sich zu 100% rein pflanzlich ernährten, einen bleibenden gesundheitlichen Vorteil davon hatten.
**Vergleiche z.B. Wikipedia Stichwort "Muttermilch"
Siehe auch:
Wie ernähre ich mich richtig? (hier klicken)
Mineralien und Gesundheit (hier klicken)
Tabelle Mineraliendichte (hier klicken)
Fleisch macht krank (hier klicken)
Und unsere Info-Websites:
www.Laktose-nein.de (hier klicken)
www.Fisch-nein.de (hier klicken)
www.Glutamat-nein.de (hier klicken)
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